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Die Heilpädagogische Familienwohngruppe in Kirchehrenbach am Fuße des Walberlas inmitten der Fränkischen Schweiz

Spezifische Stärke unserer Familienwohngruppe ist die Geborgenheit, Überschaubarkeit und Verbindlichkeit einer familiär strukturierten Lebensgemeinschaft. Kernstück ist dabei das Angebot verlässlicher und emotional intensiver Beziehung. In der heilpädagogischen Familienwohngruppe werden in der Regel bis zu vier Kinder und Jugendliche, ab einem Alter von 4 Jahren betreut.

Bei uns leben Kinder und Jugendliche, die

  • über ein Mindestmaß an Beziehungsfähigkeit verfügen
  • Regeln der Gemeinschaft akzeptieren können
  • nicht suchtmittelabhängig sind
  • nicht schwer dissozial sind

„ProFilia – Heilpädagogische Familienwohngruppe“ besteht seit 2019 unter eigener Trägerschaft. Die Wohngruppe verfügt über 4 geschlechtsunabhängige Plätze.
Die Rechtsgrundlage für die Aufnahme der Kinder und Jugendlichen sind die §§ 27, 34, 35a des SGB VIII.

Unser Leitbild

Wir glauben an die positive Veränderbarkeit von Menschen und arbeiten ressourcenorientiert, ohne dabei die Realität und Komplexität menschlichen Handelns zu vergessen. Unsere pädagogische Arbeit ist geleitet von dem Grundgedanken mit jedem Kind und Jugendlichen individuell zu arbeiten. Für den Einzelnen werden deshalb maßgeschneiderte Hilfen entwickelt. Lebenswelt- und Ressourcenorientierung unter Einbeziehung des systemischen Ansatzes sind dabei wesentliche Bausteine unserer Pädagogik.
Hilfeplan und Lebensweltorientierung dienen als Grundlage und Richtlinie für unser erzieherisches Handeln. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen Halt und Geborgenheit vermitteln und ebenso Grenzen setzen, wenn dies notwendig ist. Wir fördern und fordern, dass die Kinder und Jugendlichen an Entscheidungen über die Ausgestaltung ihres weiteren Lebensweges aktiv teilhaben. Klarheit und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen unterstützen den pädagogischen Prozess.
Eltern, Erziehungsberechtigte, andere wichtige Bezugspersonen, sowie Institutionen sind für uns wichtige Partner in der gemeinsamen Ausgestaltung der Hilfe. Eine Vernetzung und Abstimmung der Angebote aufeinander erleichtert flexible Übergänge von einer Hilfeform in die andere.

Konzept "ProFilia"

Wir bieten ein umfangreiches Angebot an

Wir bieten unseren Kindern: Musik, Sport und psychomotorische Aktivitäten, Holz, Malen und Zeichnen, Theaterspiel und Nutzung der kulturellen und sportlichen Angebote (Tennis, Reiten, Fußball, Einrad, Jugendtreff, etc.) Kirchehrenbachs und der umliegenden Gemeinden.

In den Ferien können die Kinder und Jugendlichen an den von uns organisierten, oder an externen Freizeiten teilnehmen. Alternativ können sie diese Zeit, wenn möglich bei den leiblichen Eltern verbringen.

Unsere Ziele sind

  • emotionale Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen
  • Elternarbeit und Rückführung in die Familie
  • Hilfestellung bei der Persönlichkeitsentwicklung
  • Aufbau und Stärkung der sozialen Kompetenzen und Förderung der sozialen Integration
  • ein individuell angemessener Schulabschluss oder Berufsausbildung
  • Befähigung zu einem weitgehend selbständigen und eigenverantwortlichen Leben

Wir arbeiten

  • heilpädagogisch, psychologisch
  • sozialpädagogische Einzel- und Gruppenarbeiten
  • Eingangs- und Verlaufsdiagnostik zur Festlegung des individuellen Erziehungsplanes
  • Pädagogische Interventionen gemäß der individuellen Erziehungsplanung
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie

Transparent:

  • Dokumentation, Erfolgskontrolle, Erziehungsplanung
  • Mitwirkung der Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Entwicklungsberichte
  • Aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an ihrer Entwicklungs- und Erziehungsplanung
  • Kinderrechte und Kinderschutz, nach dem Partizipationsprinzip, sind wichtige Bestandteile unserer FWG
  • Lebenspraktisch ( Jugendliche organisieren ihren Alltag im Haus unter Anleitung der pädagogischen Mitarbeiter/innen )
  • Beschwerde- und Notfallmanagement
  • Schutzkonzept nach § 8a SBG VIII
  • Wir pflegen eine hohe Sensibilität für Nähe und Distanz
  • Von allen neu eingestellten Mitarbeitern fordern wir ein erweitertes Führungszeugnis

Wir arbeiten eng zusammen mit

  • Eltern/Angehörigen (Anvertraute Kinder werden in ihre eigene Erziehung mit einbezogen. Ebenso wird intensive Elternarbeit angeboten).
  • Jugendämtern
  • Gesetzlichen Vertretern der Kinder und Jugendlichen
  • ambulanten und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens (Kinderärzten, Ergotherapeuten, Logopäden)
  • Schulen, Kindergärten, Ausbildungseinrichtungen, Vereinen
  • Wir bieten den Jugendämtern und Bezirken die Möglichkeit, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nach KJHG (SGB VIII) § 27, 34, 35a in kleinen überschaubaren Lebensgemeinschaften unterzubringen.

Elternarbeit

  • Regelmäßige Besuche der Eltern in der Familienwohngruppe
  • Telefonische und briefliche Kontakte
  • Gestaltung und Planung von Begegnungen und Gesprächen zwischen Kind und Eltern mit dem Betreuer oder Fachdienst
  • Unterstützung der Eltern durch gemeinsame Vorbereitung der Heimfahrtswochenenden der Kinder
  • Elternberatung durch den Fachdienst

Unser Team besteht aus

Der Einrichtungsleiter besitzt eine pädagogische Ausbildung als staatlich anerkannter Erzieher und verfügt über langjährige Erfahrung in der stationären Jugendhilfe, als Leiter einer Erziehungsstelle und in der sozialpädagogischen Einzelbetreuung von Jugendlichen im Ausland. Weiterhin hat er eine Zusatzqualifikation als Anti-Gewalt-Trainer (soziale Gruppenarbeit).

Die Ehepartnerin, ist ebenfalls staatlich anerkannte Erzieherin und verfügt ebenfalls über langjährige Erfahrungen in der stationären Jugendhilfe und als Leiterin einer offenen Ganztagesschule.

Durch diese Kombination kann ein sehr hohes Maß an pädagogischer Qualität in der Arbeit an den Tag gelegt werden. Durch das Leitungspaar wird Partnerschaft für die  Kinder und Jugendlichen erlebbar und transparent. Bisherig erfahrene Paarbeziehungen können so neu bewertet und evtl. definiert werden.
Beide haben langjährige Erfahrung in der stationären Jugendhilfe und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der eigenen Familie.
Das Team besteht aus weitern pädagogischen Fachkräften, dem Fachdienst, weiteren Honorarkräften und einer hauswirtschaftlichen Kraft.
Zusätzlich steht die FWG in Kooperation, mit einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis und einer psychologisch-therapeutischen Praxis.

Die Hauseltern stehen im Erziehungssystem der Familienwohngruppe an zentraler Stelle. Sie ersetzen nicht die leiblichen Eltern, sie haben jedoch während der Betreuungszeit ähnliche normative und sozial-emotionale Funktionen für die Kinder. Die Familienwohngruppe löst die Herkunftsfamilie nicht ab, sondern gibt den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zusätzlich Familie zu erleben.

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